Extrem Klettern

Klettern im Extrembereich

In Utah besteigt Graham Chomack die Fisher Towers. In der Vergangenheit wurden alle Arten des Kletterns einfach Bergsteigen genannt. Einer kleinen Gruppe von Extremsportlern sind jedoch keine Grenzen gesetzt. Das Klettern ist eine Trendsportart, die vielen Menschen sehr viel Spaß macht. Viele Beispiele für übersetzte Sätze mit "das extreme klettern" - Englisch-Deutsches Wörterbuch und Suchmaschine für englische Übersetzungen.

Rekordverdächtig in Yosemite: 1000 Höhenmeter - ohne Seile.

Zum Schluss steht Alex Honnold auf dem Gipfel des Berges, barfuss, nackt, müde und, ja, glücklich grinsen. Mit Kletterschuhen und der Magnesiumtasche - das Pulver trocknet seine Arme. Dem 31-jährigen Bergsteiger ist gerade das gelungen, was als "Mondlandung im Freien Solo" in die Geschichte des Kletterns einfließen wird.

Honnold war der erste Mensch, der im Yosemite Valley (Kalifornien) ohne jegliche Seile und Sicherungen durch die Mauer des El Capitan kletterte. Freies Solo: Ein falsches Greifen kann das Ende sein. Der Honnold startete am Sonnabend mit seinem gewohnten Fruehstueck: Hafermehl, Leinsaat, Chiasamen und Heidelbeeren. Wie gewohnt hatte er in seinem Transporter geschlafen, den er von Klettertour zu Klettertour fuhr und der quasi sein zu Hause ist.

Die meisten Extrembergsteiger wohnen auf kleinen Füßen und immer in der Nähe der Wände. Im Jahr 2014 hatte Honnold etwa einen einzigen Förderer enttäuscht, der sagte, dass Free Solo zu riskant sei. Morgens um 5.30 Uhr kam er auf die Strecke "Freerider". Entlang des El Capitan gibt es zahlreiche Strecken, die der deutsche Bergsteiger Alexander Huber 1995 erstmals freikletterte, d.h. er benutzte Seile als Sicherheit, aber nicht zur Bewegung.

Die Strecke hat 33 Steigungen, mit enormen Schwierigkeitsgraden, an denen nur enge Spalten im kahlen Gestein Fortschritte sind. "Das ist wie auf die Scheibe klettern", sagt Honnold. Honnold hatte ein Jahr lang unter anderem in Marokko, Europa und China ausgebildet. Er hatte im Nov. 2016 zum ersten Mal El Capitan ausprobiert, blieb aber nach einer knappen Stunde stehen, weil die Außenbedingungen schlecht waren.

Bisher hatten nur zwei Alpinisten daran gedacht, diese große Mauer allein in Angriff zu nehmen, beide sind seither verstorben (allerdings nicht bei freien Soloaufstiegen). Es gibt viel Beifall in der Kletter-Szene. US-Kletterer Tommy Caldwell, ein Freund von Honnold, sagte: "Dies ist die Mond-Landung des Freikletterns. "Auch die Besteigung des El Capitan macht uns bekannt.

Mit Kevin Yorgensen kletterte er 2015 mit einem Sicherheitsseil auf Dawn Wallin Free Climbing; das Geschäft hielt mehr als zwei Wochen, in denen die beiden in einem Zelt in der Mauer saßen. Das Free Solo ist die waghalsigste Kletter-Variante aller Zeiten. Alleine und kostenlos: Es gibt keine Sicherheiten, das Sicherheitsrisiko ist extrem hoch, es darf keine Irrtümer und oft nicht einmal eine Verschnaufpause sein.

Das wird von Gegnern oft als Irrsinn empfunden, Verfechter behaupten, die Betonung auf reines Klettern sei extrem hoch, vor allem ohne jegliche Hilfen. Wie ihn seine Furcht treibt und inspiriert, hat Alexander Huber schon oft beim Freien Solo erörtert. Auch Honnold selbst betrachtet es so: "Mit Free Solo weiss ich natürlich, dass ich in Lebensgefahr bin.

"Tommy Caldwell begeistert, dass er Honnold noch nie so gut klettern gesehen hat wie am Vorabend. "Das Freiklettern war eine Antwort auf das technologisch anspruchsvolle Klettern und wird erst seit kurzem von vielen Avantgarden betrieben. Begonnen hat es mit kleinen Strecken, so genannten Ein-Seil-Längen. Alexandre Huber bestieg 2002 den Großen Gipfel in den Bergen der Alpen, 500 m hoch.

Im Jahr 2007 schuf Hansjörg Auer die Strecke "Der Weg durch den Fisch" auf der Marmolata, auch in den Dolen. Der in Sacramento, Kalifornien, geborene Alex Honnold hat mit elf Jahren mit dem Klettern begonnen und sein Studium an der Berkeley University mit 18 Jahren abgeschlossen. Der 21-Jährige bewältigte die Freerider-Route an einem Tag, eine damalige Eigenheit; es ist die selbe Strecke, die er jetzt ohne Seile in vier Std. bewältigt hat.

Das macht auch deutlich: Honnold ist mit der Mauer und der Strecke bestens vertraut. Gemeinsam mit Tommy Caldwell kletterte er vor ein paar Tagen die Strecke, um sich alle Holds und Steps ein weiteres Mal vor dem freien Solo-Versuch zu merken. Seit Jahren denkt er darüber nach, die Freeriderroute alleine zu besteigen, sagt Honnold.

Anfang der 70er Jahre wurde hier das Klettern wiederentdeckt und neue Vorschriften für das saubere Klettern erdacht. Es ist durchaus möglich, dass nun auch andere Strecken auf dem El Capitan free alone ausprobiert werden. wird Alex Honnold den Glanz für immer haben.

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