Inkontinenz

Unkeuschheit

Die Inkontinenz (lat.: in-'un-','not'; continentia 'restraint','self-control') steht für: Im Falle von Blasenschwäche oder Stuhlinkontinenz gibt es Hilfe. Die Inkontinenz betrifft Senioren und Jugendliche. Es dauert eine Weile, bis man die Inkontinenz eingesteht.

Die Inkontinenz ist der unfreiwillige, d.h. unfreiwillige Verlust von Urin oder Stuhl.

mw-headline" id="Formen_der_Harninkontinenz">Formen der Harninkontinenz="mw-editsection-bracket">[a class="mw-editsection-visualeditor" href="/w/index. php?title=Unkontinenz&veaction=edit&section=1" title="Abschnitt editieren: Harninkontinenz">Editieren | | Quelltext bearbeiten]>

Inkontinenz ist nach der Begriffsbestimmung der Berufsgenossenschaften amtlich bereits durch einen Rückgang des Urinverlustes gegeben. Zu den gebräuchlichsten Ausprägungen gehören Triebinkontinenz (ICD-10: N39.4), Stressinkontinenz (ICD-10: N39.3) und Overflowinkontinenz (ICD-10: N39.4). Bei Männern hingegen ist diese Inkontinenz in der Regel die Konsequenz einer Verletzung des äusseren Blasenschliessmuskels durch eine Operation (z.B. bei einer radikalen Prostatektomie) oder durch Zwischenfälle.

Überflussinkontinenz (auch bekannt als Inkontinenz bei chronischen Retentionen, Ischurie-Paradoxa oder Inkontinenz-Paradoxa) wird durch eine stetig überfließende Blase aufgrund von Ausflussstörungen verursacht. Der Grund für die Überflussinkontinenz ist in der Regel die benigne Vergrößerung der Vorsteherdrüse, selten starke Verengung (Strikturen) der Urethra. Wenn möglich, erfolgt die Behandlung durch Beseitigung der Ursachen (Prostata, Harnröhre), irreversible Änderungen bei der Verwendung von Permanentkathetern oder intermittierende Selbstkatheterisierung.

Beim LMNL (Lower Motor Neuron Läsion) tritt dagegen eine erschlaffte, vollständig verengte Harnblase mit Überflussinkontinenz auf. Eine medikamentöse Behandlung ist wünschenswert. Die extraurethrale Inkontinenz hat keine Harnröhrenverschlussinsuffizienz. Therapeutisch wird eine chirurgische Korrektion durchgeführt. Man unterscheidet zwischen OAB mit Inkontinenz (OAB nass) und ohne Inkontinenz (OAB trocken).

Teilweise ist die Behandlung ursächlich, d.h. Beseitigung der Ursachen, teilweise Symptomatik, d.h. nur Linderung der Symptome. Diese Inkontinenz tritt in der Regel im Lebensalter von 5 bis 7 Jahren auf und ist besonders bei Frauen zu Pubertätsbeginn verbreitet. Im Gegensatz zu anderen Inkontinenzformen sind die Blase und die umliegenden Körperorgane intakt.

Weil in unserer heutigen Zeit die Erziehung zur Sauberkeit sehr wichtig ist, kommt es bei Inkontinenz oft zu sozialer Isolierung, zumal viele Inkontinenzkranke vor einem Arzt (Urologen, Gynäkologen) zurückschrecken. Deshalb muss von einer großen Zahl nicht gemeldeter Inkontinenzfälle auszugehen sein. Im: Eberhard Aulbert, Friedemann Nauck, Lukas Radbruch/Hrsg.: Schulbuch der Palliativmedizin. Ausführliche Informationen.

Neuauflage 2012, ISBN 978-3-7945-2666-6, S. 439-456; hier: Für the consensus group Continenzschulung im Kindes- und Jugendalter von Hannsjörg Bachmann, Christian Steuber: Continenzschulung im Kindes- und Jugendalter im Grundlagenmanual. Handbuch für die einheitliche Diagnose, Behandlung und Ausbildung bei Kinder und Jugendliche mit funktionaler Urininkontinenz.

Pabst, Lengerich/ Berlin/ Vienna 2010, ISBN 978-3-89967-616-7 For the consensus group Kontinenzschulung im Kindes- and Jugendalter von Hannsjörg Bachmann, Christian Steuber: Continenzschulung im Kindes- und Jugendalter e. d. (Training Manual). Handbuch für die einheitliche Diagnose, Behandlung und Ausbildung bei Kinder und Jugendliche mit funktionaler Urininkontinenz. Pabst, Lengerich/ Berlin/ Vienna 2012, ISBN 978-3-89967-806-2. For the consensus group Kontinenzschulung im Kindes- and Jugendalter e. g.: Hannsjörg Bachmann, Christian Steuber: Kontinenzschulung im Kindes- and Jugendalter e. V. (Spurenbuch).

Handbuch für die einheitliche Diagnose, Behandlung und Ausbildung bei Kinder und Jugendliche mit funktionaler Urininkontinenz. Pabst, Lengerich/ Berlin/ Wien 2012, ISBN 978-3-89967-807-9, A. G. Hofstetter, F. Eisenberger (Hrsg.): Praktische Handlung. Behandlung von Stressinkontinenz bei Männern.

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