Rollerskates

Rollerskates bieten effektiven Sport auf Rädern

Wer sich das Laufen mit Rädern unter den Schuhen und damit die Rollerskates ausgedacht hat, lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Aus dem Jahr 1743 stammt die erste Fotografie, die den Gebrauch von Rollerskates in einer Londoner Bühnenshow abbildet. Wen das Bild genau zeigt, ist unbekannt, genau wie der Erfinder der ersten Skates. Ein Patent für Rollerschuhe soll John Joseph Merlin besitzen. Das ist ein Belgier, der die Roller erstmalig auf einer Kostümparty im Jahr 1760 in London vorgeführt haben soll.

Vor hier aus traten die Geräte ihren Siegeszug an.

Der Unterschied zwischen Rollerskates und Inlineskates

Der Begriff Rollerskates wird im umgangssprachlichen Gebrauch nicht immer richtig verwendet. Vor allem die Angrenzung zum Begriff Inlineskates wird in manchen Fällen nicht deutlich. Dabei ist es ganz einfach. Grundsätzlich ist von Rollerskates die Rede, wenn es um Rollschuhe geht. Hier bewegt sich der Läufer auf vier Rollen. Diese sind in Paaren an zwei Achsen montiert, die quer zum Laufrichtung stehen. Bei Inlineskates dagegen sind die Rollen, vier oder mehr, in einer Reihe angebracht. In-line heißt auf Deutsch in Reihe. Dann gibt es noch die Rollerblades. Das sind ebenfalls Inliner, allerdings von einer ganz bestimmten Firma. Die Firma Rollerblade war für lange Jahre das einzige Unternehmen, das die begehrten Inlineskates herstellte. Weltmarktführer ist es noch heute.

Training für den Körper

Rollschuhe sind universell verwendbare Sportgeräte. Ihrem Nutzer bieten sie Wendigkeit und eine gewisse Standfestigkeit. Skate lernen kann praktisch jedes Kind in kurzer Zeit. Der Freizeitsport mit den beliebten Skates hat außerordentlich positive Wirkungen auf die Gesundheit. Weil der ganze Körper gefordert wird, ist Skaten praktisch ein vollständiges Workout. Meist bewegt sich der Sportler an der frischen Luft. Deshalb kann man auch von einem Aerobic Workout sprechen. Skaten verbrennt in kurzer Zeit eine hohe Zahl von Kalorien. Eine Stunde Skaten mit der durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 Kilometern in der Stunde kostet 350 Kalorien. Etwa 600 Kalorien sind es, wenn der Läufer mit 15 Kilometern in der Stunde unterwegs ist. Deswegen eignet sich Skaten hervorragend zum Abnehmen.

Vorteile auf zwei Achsen

Das Skaten auf zwei Achsen wird oft als nicht so rasant angesehen, wie das Laufen auf Inlinern. In der Tat sind Sportler und Hobbyläufer auf Inlineskatern meist schneller unterwegs. Das liegt an den dünneren Rollen. Auch deren Anordnung in einer Reihe sorgt dafür, dass sich der Läufer bei höherem Tempo viel effektiver abstoßen kann und dadurch mehr Beschleunigung aufbaut. Durch ihre Länge überwinden die Inliner außerdem Hindernisse und Unebenheiten besser. Lange Touren auf Wegen und Straßen werden heute fast nur noch mit diesen Sportgeräten unternommen.

Dabei punkten Rollschuhe vor allem durch ihre Beweglichkeit. Grund dafür ist der Radstand. Das ist der Abstand zwischen der vorderen und der hinteren Achse. Der ist entscheidend kürzer als bei den Inlinern. So kann der Läufer mit weniger Kraftaufwand auf kleineren Flächen Kurven fahren. Weil die Rollschuhe im Vergleich zu Inlinern außerdem eine eher flache Plattform bieten, knickt der Läufer nicht um. Das erlaubt bei den Boots, unter denen die Rollen montiert sind, viel größere Varianten. Sie müssen nicht über den Knöchel des Läufers reichen, dürfen weicher sein und sind deshalb angenehmer zu tragen.

Auf eine gute Schutzausrüstung sollten Skater auf Rollschuhen dennoch nicht verzichten. Wichtig für Anfänger, Fortgeschrittene und Profis ist ein Helm. Die größte Gefahr bei Stürzen sind bei Stürzen Kopfverletzungen. Gute Helme können das effektiv verhindern. Vor allem Anfänger sollten darüber hinaus Arme, Beine und Gelenke schützen. Wichtig sind deshalb Protektoren. Sie schirmen Ellbogen und Knie bei kleineren Unfällen gut ab. Gerade an Gelenken ist der Körper außerordentlich empfindlich. Um nicht zuletzt die Handflächen zu schützen, eignen sich Handschoner.

Mehr zum Thema