Skater

Schlittschuhläufer

Wenn du cool bist, gehst du Schlittschuhlaufen. Skater sind cool. In Fabienne und Enrico in Graubünden sind Jahr für Jahr mehr und mehr Skater auf den schnellen Rädern unterwegs. Das erwartet Sie: Unser Skaterpark ist für alle Skater, BMX- und Inline-Fans zugänglich. In der Einleitung wurde die Entwicklung der Sprinter- und Skaterkoordination aus dem PNF-Konzept vorgestellt.

Sportaktivitäten: Skating - Sportaktivitäten - Verein

Skateboard-Profi, der vom US-Präsidenten ins Weisse Haus geladen wird und seine Kunststücke auf den Gängen vorführen darf: Keine Frage, Schlittschuhlaufen ist mitten in der Welt des XXI Jahrhunderts angelangt. Auch in vielen Ortschaften und kleinen Städten gibt es heute Skateparke, die oft auch von der Gemeinschaft mitfinanziert wurden.

Nicht zu vergessen die großen Skateparks in den großen Städten. Schlittschuhlaufen ist sportlich, Schlittschuhlaufen ist modisch, Schlittschuhlaufen ist Kult und jetzt ist es ein großes Business. Nicht nur im Westen: Die Verkaufszahlen steigen fast überall: Nach Einschätzungen der Financial Times betrug der globale Absatz von Skateboard, Accessoires und Bekleidung im Jahr 2010 rund sieben Mrd. EUR.

Schlittschuhlaufen hat sich in den letzten 25 Jahren zu einer der beständigsten und bedeutendsten Weltkulturen der Jugend entwickelt. Zuerst war Eislaufen ein Hobby für die kalifornischen Ausländer. Wo und wann exakt das erste Rollbrett aufgebaut und geboardet wurde, ist nicht klar. Ende der 40er Jahre haben in Kalifornien mehrere Wellenreiter ihren Beruf vom Meer aufs Festland verlagert.

Der erste Skater ritt barfuss, Style und Bewegung ähnelten denen der Wellenreiter auf dem Meer, viele lagen mit ihren Bäuchen auf ihren Brettern. Schlittschuhlaufen war anfangs noch kein eigener Beruf, sondern nur eine sinnvolle Erweiterung oder unvermeidliche Abwechslung. Weil die Ausstattung verhältnismäßig kostspielig war, waren es vor allem reiche junge Leute, die in ihrer freien Zeit surften und eislaufen waren.

In Kalifornien herrschte jahrelang ein Schattendasein: Einige wenige Surfshops und Spielwarenhersteller stellten kleine Stückzahlen von Skateboard her, aber das große Masseninteresse war nicht da. Wellenreiten war an der Tagesordnung, ebenso wie die "kleine Schwester", das Eiskunstlaufen. Im Jahr 1965 wurde auf dem Titelbild des Time Magazine die erste professionelle Skateboarderin Patti McGee gezeigt - immer mehr junge Leute wollten eislaufen.

Aber die Erfolge waren nicht von Dauer: Erwachsene und Lehrkräfte beschwerten sich über die Gefahr schwerer Verletzungen bei einem Skateboardabsturz. Innerhalb kürzester Zeit wurde Schlittschuhlaufen als zu riskant angesehen. In den Siebzigern hielten sich die meisten Skaterinnen und Skater auf dem Board und probierten ihre Handstände und Akrobaten, die dem Eislaufen nachempfunden waren.

Aber das war 1975 vorbei, als die Z-Boys bei den Del Mar Nationals, einer Skateboardmeisterschaft in der Nähe von San Diego, auftraten. Anstatt am Vormittag zur Uni zu gehen, ging es zum Wellenreiten, am Nachmittag ging es mit dem Skateboard über die steilen Abhänge. Z-Boys benutzten diese Becken als Wegbereiter für Halfpipe und verschoben das Schlittschuhlaufen von horizontal nach vertikal.

Ihr aggressiver und innovativer Skate-Stil wurde durch lange Frisuren, zerfetzte Jeanshosen und auffallende T-Shirts ergänzt - ein Angriff auf die Jungen und Mädchen aus einer guten Familie, die zuvor das Schlittschuhlaufen dominiert hatten. Aber die Z-Boys revolutionierten den Wettkampf bei den Del Mar Nationals auf einen Streich. Das Schlittschuhlaufen wurde ab der Hälfte der 80er Jahre immer beliebter, und zwar immer mehr.

Auch dank des neuen TV-Senders MTV, der Filme von Bands gezeigt hat, die mit Skaterbildern hinterlegt waren. Darüber hinaus unterstrichen beliebte Skateboardzeitschriften wie z. B. Dr. K. Thrasher die Rebellion und das Anderssein dieser Jugend. Vor allem Titus Dittmann machte das Eislaufen in Deutschland bekannt. Seit Ende der 70er Jahre ist der Lehrer des Gymnasiums Münster im Eislauf tätig.

1982 gab Dittmann eine Zeitschrift heraus und organisierte den ersten Münster Monstermastership, der im Lauf der Jahre wuchs und schliesslich zur Skateboard Weltmeisterschaft wurde. Als eines der ersten Skating-Teams von Dittmann holte er sich mehrere Titel und wurde auch in den USA bekannt und anerkannt. Über die Jahre sind unterschiedliche Eislaufdisziplinen entstanden.

Beim Halfpipe Skating (auch vert genannt) geht es um waghalsige Steilwände. Das Board ist für Streetskater ein Transportmittel, sie benutzen die Umwelt für ihre Kunststücke wie z. B. Treppe, Reling, Rampen, Tisch und Mülltonne. Während man sich immer wieder über Skater beschwert, die in Parkhäusern oder öffentliche Gebäude gefahren sind, haben viele Großstädte neben privaten Anbietern auch Skateparke eingerichtet, in denen sich Straßen- und Vertskater aufhalten.

Wie im Slalom wird auch im Kürlauf kaum noch geübt. Die Kür orientiert sich am Original, bevor die Z-Boys auf den Markt kamen: Dabei sind die Grenzziehungen zwischen Kür und Straße teils fließen. Rodney Müllen, ein Kürschner, hat den neuen Kürschner entwickelt. Das dem Skateboard nachempfundene Langboard feiert im neuen Millennium eine Wiedergeburt als komfortables und sicheres Transportmittel.

Junge Leute und Kleinkinder kommen oft über Schlangenbretter (auch Streetboards) ins Eislaufen.

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